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Dr. med. Axel Sturm
Facharztpraxis für Orthopädie
Tätigkeitsschwerpunkt:
Ärztliche Osteopathie, orthopädische Kinderbehandlung
Rekener Str. 67a
48653 Coesfeld

Telefon: (02541) 80 11 22
Fax: (02541) 80 11 21
E-Mail: sturm.coesfeld@gmx.de

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Zwecks Terminabsprache stehen wir Ihnen selbstverständlich stets telefonisch zur Verfügung.




Vertragsarzt-Sprechstunde:
Mo.: 08:00 bis 12:15 Uhr
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Do.: 08:00 bis 12:00 Uhr
und nach Vereinbarung

News


Damit beim Sport nichts ins Auge geht
Sportbrillen sorgen nicht nur für Durchblick, sondern schützen auch vor Verletzungen

Sportler profitieren von klarer Sicht – und damit die erhalten bleibt, rät Dr. Dieter Schnell vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) zu fachkundig angepassten Sehhilfen und der jeweiligen Sportart angemessenen Schutzbrillen, die die Augen vor Verletzungen schützen.

90 Prozent der Augenverletzungen im Sport ließen sich vermeiden, wenn die Sportler ihre Augen schützen würden. Als Leiter des Ressorts Sportophthalmologie im BVA erläutert Dr. Schnell, bei welchen Sportarten der Augenschutz besonders wichtig ist: „Etwa 70 Prozent der Augenverletzungen entstehen in Sportarten, bei denen ein Gegenstand wie ein Ball oder ein Puck bewegt wird.“ Vor allem das Tempo, mit dem sie unterwegs sind, und die Distanz, aus der heraus das Auge getroffen wird, sind ausschlaggebend dafür, wie stark das Auge geschädigt wird. Golfbälle erreichen kurz nach dem Abschlag Geschwindigkeiten bis 300 km/h, Squash- und Tennisbälle über 250 km/h, Federbälle immer noch über 200 km/h. Hand- und Fußbälle sind etwas langsamer. So gehören Squash und Badminton, aber auch Eishockey zu den Sportarten, bei denen Schutzbrillen oder Gesichtsvollmasken dringend zu empfehlen sind. Aber auch wenn ein (größerer) Hand-,  Fuß- oder Basketball das Auge trifft, kann es zu schweren Verletzungen kommen. Deshalb empfehlen Augenärzte grundsätzlich, insbesondere aber beim Schulsport, das Tragen fachkundig angepasster zertifizierter Sportbrillen.

Das Tragen einer Schutzbrille ist jedoch nicht die einzige Maßnahme, die vor sportbedingten Schäden am Auge schützt. Es gilt, keine übertriebenen Risiken einzugehen und im Zweifelsfall die Grenzen zu akzeptieren, die der eigene Körper setzt. Übungen, bei denen der Kopf sich unter dem Körper befindet – beispielsweise Handstand, Kopfstand, Kerze und vor allem Bungee Jumping – sorgen dafür, dass der Blutandrang im Kopf steigt und auch der Druck im Auge. Bei Menschen mit bereits vorgeschädigten Blutgefäßen – bei Diabetes, Arteriosklerose oder Bluthochdruck – sind dann Blutungen im Auge möglich. Das Gleiche gilt für Höhensportarten über 3000 bis 4000 m.

Bei Sportarten, die mit stärkeren Erschütterungen des Kopfes einhergehen, kann bei stark kurzsichtigen Menschen oder bei Patienten mit Gefäßerkrankungen die Netzhaut Schaden nehmen. „Schon beim Joggen auf hartem Untergrund (Straße etc.) kann sich der Glaskörper nach Untersuchungen von Draeger und Roßmann zu gefährlichen Schwingungsfrequenzen aufschaukeln“, meint Dr. Schnell. Bei einer ungünstigen Veranlagung kann das im Extremfall zu Netzhautschäden führen. Regelmäßige Augenuntersuchungen, die auch die Netzhaut einbeziehen, sind eine Möglichkeit, bei Risikopatienten solche Schäden früh zu erkennen und im Bedarfsfall zu behandeln.

Die heilsamen Folgen einer angemessenen sportlichen Betätigung darf man, so Dr. Schnell, nicht vergessen: Es ist mittlerweile bewiesen, dass wohldosierte Ausdauersportarten wie Walking, Joggen oder Radfahren auch bei Augenkrankheiten positive Auswirkungen haben. Und mit dem richtigen Augenschutz sowie bei Beachtung grundlegender Regeln lassen sich sportbedingte Schäden am Auge weitgehend vermeiden.

Schon wenige Minuten Bewegung pro Tag senken das Risiko für Herzleiden und Diabetes um 20 Prozent
Bereits ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität kann die schlimmsten Folgewirkungen der Adipositas mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern. Wer es schafft, täglich 7 bis 8 Minuten zügig spazieren zu gehen, reduziert sein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes um 20 Prozent. Schon nach 6 bis 8 Wochen ist mit einem deutlich verbesserten Muskelstoffwechsel, einer erhöhten Elastizität der Gefäße und einer wieder gesteigerten diastolischen Herzfunktion zu rechnen.

„Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass bereits ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität die schlimmsten Folgewirkungen der Adipositas mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern kann“, berichtet Prof. Dr. Martin Halle (München) auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim. „Wer täglich sieben bis acht Minuten zügig spazieren geht, reduziert sein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes bereits um 20 Prozent.“

Allerdings sollte dieses Minimalprogramm wirklich zügig – also mit einer deutlichen Zusatzbelastung für das Herz – durchgeführt werden, weil nur so die Ausschüttung von risikominimierenden Hormonen in den Muskeln aktiviert wird. Zum anderen sollte dieses Programm tatsächlich täglich absolviert werden. Wer das schafft, darf schon nach 6 bis 8 Wochen mit einem deutlich verbesserten Muskelstoffwechsel, einer erhöhten Elastizität der Gefäße und einer wieder gesteigerten diastolischen Herzfunktion rechnen. „In Summe sind die Effekte mit jenen vergleichbar, die sich mit einer über zwei Jahre kontinuierlich verteilten Gewichtsabnahme von 20 Kilo erzielen lassen“, berichtet Prof. Halle.

„Ich bin ganz allgemein davon überzeugt, dass die meisten Ratschläge und Regeln für eine gesunde Lebensführung an den Lebensrealitäten unserer Patienten vorbeigehen. Der Effekt ist bekannt: Weil dreimal in der Woche je 30 Minuten zu joggen für die meisten Menschen nicht praktikabel ist, lassen es die meisten letztlich ganz sein“, so Prof. Halle. Dass Bewegungseinheiten mindestens 30 Minuten dauern müssen, gelte in den meisten Fitnessprogrammen und Präventionsanleitungen als eiserne Regel. Prof. Halle: „Es ist aber höchste Zeit, mit diesem verbreiteten Irrtum aufzuräumen. Wir arbeiten derzeit an gleich zwei großen Studien, die unter anderem zeigen werden, dass sich schon mit wesentlich kürzeren Einheiten maßgebliche Verbesserungen der Herz- und Gefäßgesundheit erzielen lassen.“

Übergewicht schädigt die Gefäße

Dass Übergewicht lebensgefährlich sein kann, hängt mit dem Energiekreislauf und dem Zusammenspiel von Muskulatur, Leber und Fettzellen in unserem Körper zusammen. Das Grundprinzip ist so banal wie bekannt: Führen wir dem Organismus mehr Energie zu als wir verbrauchen, sammeln sich die überschüssigen Kalorien im Fettgewebe und überschüssiger Zucker und Fette in der Leber. Schon damit ist ein gewisses Risiko verbunden: Das Zuviel an Körperfülle belastet die Gelenke ebenso wie das Herz-Kreislaufsystem und die überlastete Leber wird in der Folge mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Diabetes begünstigen.

Zudem wird aber noch ein weiterer Schlüsselfaktor für unsere Gesundheit angegriffen: Die Gefäße sind für die gute oder schlechte Versorgung aller Funktionen und Organe im Körper zentral verantwortlich. Wird das Fettgewebe überstrapaziert, entstehen dort Entzündungsstoffe, die zu Gefäßveränderungen führen und das Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten weiter erhöhen. Die Folge reichen von einer reduzierten Belastbarkeit über erektile Dysfunktionen bis hin zu einer Versteifung des Herzmuskels, was im schlimmsten Fall zu einer Herzinsuffizienz führen kann.

Prof. Halle: „Die Belastung der Muskeln hilft nicht nur, überschüssige Kalorien leichter zu verbrennen, sondern setzt auch eine Reihe von hormonellen Vorgängen im Muskel in Gang, die der Produktion von schädlichen Entzündungsfaktoren im Fettgewebe entgegenwirken.“

Psychotherapie-Reform: Es hat sich wenig geändert
Eigentlich sollten Menschen in psychischen Krisen seit der Psychotherapie-Reform von April 2017 schneller einen Termin bei einem Psychotherapeuten bekommen. Eigentlich. In Wirklichkeit hat sich nicht viel geändert. Und dass die Versorgung insbesondere auf dem Land weiterhin unzureichend ist, beweist ein Brandbrief eines Hausarztes, der sich an die Deutsche DepressionsLiga e.V. gewandt hat.

Knapp ein Jahr nach der bundesweiten Psychotherapie-Reform im April 2017 hat sich nach Ansicht von Experten so gut wie nichts geändert, geschweige denn verbessert. Laut einem Bericht des „Spiegel“ schätzt die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung, „dass Versicherte trotz Reform mehr als 15 Monate auf den Beginn ihrer Behandlung warten, in manchen Regionen vergeht noch mehr Zeit“. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, wird in dem Bericht mit den Worten zitiert: „Es ist eine Illusion zu glauben, dass es durch die Reform keine Wartezeiten mehr gäbe.“

Laut Psychotherapeuten- und Verbraucherverbände lehnten die Krankenkassen trotz Reform die Kostenerstattung ab, wenn sich Versicherte auch bei staatlich anerkannten Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung um einen Termin bemühten. Von hohen bürokratischen Hürden ist die Rede.

Für Waltraud Rinke, Vorsitzende der Deutschen DepressionsLiga e.V., ist dieser Zustand untragbar: „Wir können noch so viel Aufklärungs- und Antistigma-Arbeit betreiben, wenn in der Praxis Betroffenen nicht schnell geholfen wird.“ Wer beispielsweise typische Depressionssymptome aufweist, der darf nicht allein gelassen werden, so Rinke.

Wer medizinische Hilfe benötigt oder Rat sucht, für den ist meist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Aber auch hier ist die Situation nicht rosig. Aufgrund des Hausärztemangels insbesondere auf dem Land haben Ärzte oftmals nicht die notwendige Zeit, um auf psychische Erkrankungen bzw. Symptome ausreichend einzugehen. Dies geht auch aus einem Brief hervor, den ein Hausarzt aus Niedersachen an die Deutsche DepressionsLiga e.V. geschrieben hat. Mit Einverständnis des Arztes ist sein Schreiben hier mit angefügt. Auf seinen Wunsch hin ohne Namen.

Dieser Brief sowie die erste Bilanz zur Psychotherapie-Reform beweisen, dass es um die medizinische Versorgung, gerade bei psychischen Notfällen, nicht gut bestellt ist in Deutschland. In Zeiten, in denen stets von der „Volkskrankheit Depression“ gesprochen wird, darf dies nicht sein.

Das Schreiben des Hausarztes im Wortlaut:

„Ich bin Hausarzt in einer ländlichen Region in Niedersachsen. Immer wieder wird erwähnt, dass Patienten mit Depressionen sich sehr schnell Hilfe suchen sollten. Zum Beispiel den Hausarzt, beim Auftreten von typischen Symptomen über einen längeren Zeitraum hinweg den Facharzt.

Hier auf dem Land hat eine Hausarztpraxis nach der anderen keinen Nachfolger. Ich bin aktuell aufgrund der Konzentration bei fünf Minuten pro Patient Gesprächszeit angekommen. Mehr geht nicht mehr im Durchschnitt. Für psychologische Gespräche fehlt leider völlig die Zeit. Vor einiger Zeit musste ich einen depressiven Patienten drei Mal in die Psychiatrie einweisen, und drei Mal wurde er wegen Bettenmangels nicht aufgenommen. Erst bei der vierten Einweisung mit Rettungswagen (nach Suizidversuch) wurde er aufgenommen: Dann aber gleich sechs Wochen behandelt.

Wenn wir versuchen, Termine beim Psychotherapeuten zu vereinbaren, dauert es sechs Monate! Natürlich gibt es die Möglichkeit, über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung einen Vorab-Gesprächstermin zu vereinbaren: Der ist aber nur Formsache und nützt nicht wirklich. Da durch diese Servicestellen auch nicht mehr Gesprächszeit generiert werden kann, ist die Warterei auf einen reellen Platz eben trotzdem dann sechs Monate.

Aber immer wieder werden Patienten ermuntert, sich sofort Hilfe zu suchen bei Depressionen. Die Tür der Hausärzte ist die einzige, die überhaupt offensteht.
Der Hausarzt hat aber wiederum gar keine Zeit! Zu anderen Stellen wird ein depressiver Patient nicht durchgelassen.

Seit dem Suizid des Fußballnationaltorwartes Robert Enke wird vermehrt und zurecht für die wichtige frühe Hilfe in der Öffentlichkeit Werbung gemacht. Aber sollte man nicht mal so ehrlich sein und zugeben, dass die frühe Hilfe zwar sinnvoll ist, praktisch jedoch gar nicht umsetzbar und vorhanden ist?

Das Ende vom Lied ist, dass die Patienten beim Hausarzt immer öfter aufschlagen, weil sie sonst nirgendwo Gehör finden. Nur irgendwann wird der Hausarzt auch mal depressiv, wenn aus o.g. Gründen die Überlastung auch durch das Anspruchsdenken der Bevölkerung ins Unerträgliche steigt. Die Realität ist: Es gibt weder genug Ärzte noch Therapeuten für schnelle Hilfe!

Deshalb muss in der Öffentlichkeit viel mehr Werbung gemacht werden auch für ehrenamtlich tätige Selbsthilfegruppen und ähnliche Organisationen, die für Betroffene eine wichtige Unterstützung sein können!

Auch eine bessere Aufklärung der Hausärzte, wie sie depressive Patienten an solche Organisationen anbinden können, oder wie sie allgemein depressiven Patienten helfen können, obwohl sie selber kaum Zeit haben und auch keinen Therapeuten oder Facharzt zeitnah vermitteln können, scheint dringend erforderlich zu sein.“